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13.09.2007
Nach vier Jahren:
Bundesregierung äußert sich zur Farbfreigabe
Deutliche Worte hat die Bundesregierung in einer Stellungnahme zu einem
Beschluss des Bundesrats zum Thema Farbfreigabe aus dem Jahr 2003
gefunden.
So ist nach Auffassung der Bundesregierung die einheitliche äußerliche
Kenntlichmachung „wesentliche Voraussetzung“ dafür, dass die im Verkehr
mit Taxis geltende Betriebspflicht ihren Zweck nicht verfehle. Nur wenn
eine zweifelsfreie und eindeutige Erkennbarkeit in der Masse der anderen
Fahrzeuge gegeben sei, könne das Taxi seiner Funktion, der Bedienung
individueller Mobilitätsbedürfnisse, genügen.
Damit widerspricht die Bundesregierung der im Beschluss des Bundesrates
aus dem Jahr 2003 geäußerten Annahme, dass eine ausreichende Erkennbarkeit
als Taxi bereits durch das Taxi-Schild alleine gewährleistet sei.
Eine Angleichung an andere Länder, die den Unternehmern die Farbe ihrer
Taxis nicht vorschreiben, ist nach Auffassung der Bundesregierung „wegen
der unterschiedlichen tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse im
öffentlichen Verkehr nicht geboten“.
„Bedenklich“ nennt die Bundesregierung in diesem Zusammenhang auch die in
machen Bundesländern erteilte Ausnahmegenehmigung: “Ausgesprochen
problematisch muss dabei die in der Entschließung erwähnte Tendenz
beurteilt werden, immer stärker werdenden Interessen der Wirtschaft im
Rahmen der Ermessensausübung Präferenz vor wichtigen ordnungspolitischen
Erwägungen einzuräumen.”
Der BZP, bekanntermaßen ein Gegner der Farbfreigabe, begrüßte in einer
ersten Stellungnahme die Äußerungen des Bundesministeriums für Verkehr,
Bau und Wohnungswesen (BMVBS) und zeigte sich über die „eindeutige Absage
zu den dem Dienstleistungsgedanken entgegen stehenden
Liberalisierungsbestrebungen…hoch erfreut“.
Der TVD, bekanntermaßen ein Befürworter der Farbfreigabe, verweist dagegen
auf die Entwicklung in Stuttgart, wo Hellelfenbein nicht mehr
verpflichtend vorgeschrieben ist: Die Zahl der Taxis steige dort stetig an
und die Kunden hätten sich längst an die verschiedenen Farben gewöhnt.
Quelle: "taxi heute"
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